Laden…

Le voyage en Picardie

 

Am Montag, dem 16.06.2014, machten wir uns, die Französischklassen 9a und 9b mit Herrn Krüger, Frau Klitsch, Herrn Wittich und Frau Leeb, morgens auf den Weg nach Frankreich, in die Kleinstadt Eu (gesprochen „Ö“) in der Picardie.

Nach einer 12stündigen Busfahrt, bei der hauptsächlich gesungen wurde, kamen wir total fertig und hungrig bei der Jugendherberge an. Hohe Mauern und vergitterte Fenster begrüßten uns, die ersten Horrorszenarien haben wir uns vorgestellt. Die Inneneinrichtung war schon etwas freundlicher; selbst in dem Jungenzimmer strahlten einem rosa Wände entgegen. Gegen 23 Uhr war der erste Reisetag für uns zu Ende.

Am nächsten Morgen mussten wir, 53 Schüler und 4 Lehrer, uns in einen „Speisesaal“ quetschen, um dort überwiegend Baguette zu essen, wie auch bei den darauf folgenden Mahlzeiten. Nach wiederholten drei Stunden Busfahrt kamen wir beim Wagon des Waffenstillstands von 1918 in Compiègne an. Nach einem kurzen Aufenthalt fuhren wir zum Schloss von Chantilly (in dem anscheinend die Sahne erfunden wurde?). Dann ein Lichtblick für alle Fastfood-Liebhaber : Der Besuch eines französischen McDonalds. Bei der Jugendherberge angekommen, starteten verein-zelte Grüppchen eine Entdeckungstour durch das kleine, aber feine Eu.

Tag 3: Auf, auf zu Franzosen! An einer französischen Schule trafen wir eigentlich geplant, aber doch irgendwie spontan Schüler, mit denen wir unsere Französisch-, aber vor allem unsere Englischkenntnisse trainieren konnten. Zu unserer Über-raschung wurden wir dort, wie auch später in der Stadt beim Shoppen, überaus freundlich und offen begrüßt sowie angenommen. Gegen späten Nachmittag sammelten wir uns an der „Notre Dame von Amiens“ um uns aufzuteilen und eine Stadtführung sowie eine Besichtigung der Kathedrale zu machen. Total erschöpft hatten alle eigentlich keine Lust mehr, doch am Schluss waren wir begeistert von Amiens und dem Tag.

Donnerstagmorgen ging es an die Küste, um in Saint Valéry-sur-Somme Kajak zu fahren. In mehreren Gruppen ging es in das Meer, weit, weit hinaus. Gestrandet auf einer Sandbank wateten wir dann zu Fuß weiter. Dort wurde uns erklärt, wenn der Begleiter pfeift, müssen alle zurück in die Boote, ansonsten sterben wir. Glauben wollte dies keiner, doch als die Flut kam und die Sandbank vor unseren Augen verschwand, wurden wir uns der Situation bewusst. Begeistert schauten wir noch einigen Seerobben zu und paddelten dann gegen die starke Strömung zurück.
Weiter ging‘s: Eine Wattwanderung, die soo cool war! Vom Pflanzenessen bis zum Matschefressen war alles dabei. Wir fühlten uns wie kleine Kinder, als wir Muscheln sammelten und durch kniehohes Wasser wateten. Verzweifelt klammerte man sich an einen Partner um ja nicht auf dem Po zu landen, doch dies gelang nicht jedem. Zu unserem Vergnügen fielen Lehrer wie gewisse Schüler hin. Verdreckt und er-schöpft, doch auch unglaublich glücklich fuhren wir zurück. Die letzte Nacht war eine der Besten, denn wie immer lagen wir pünktlich und ruhig im Bett und schliefen sofort, haha.
„Ausgeschlafen“ ging es dann am Freitagmorgen Richtung Heimat und alle waren überglücklich wieder alleine, im eigenen Bett zu schlafen und deutsche Hausmanns-kost im Magen zu haben.

Insgesamt war es eine wundervolle Reise, die keiner bereut. Außerdem danken wir den Lehrern, die unglaublich viel Verständnis und Ruhe zeigten und sehr freund-schaftlich mit uns umgingen.

Pauline Fleuren & Clara Peckskamp, 9a

 

{imageshow sl=12 sc=18 /}